Desolation
Blog.

Sprechen ist keine Gabe, es ist eine Fähigkeit die man erst hart und Schritt für Schritt erlernen muss. Aus einzelnen Buchstaben entstehen nur langsam erste Wörter und mit der Zeit bekommen diese Wörter erst ihre "richtige" Form und Bedeutung. Der nächste Schritt, die hohe Kunst des Sätze bauens, bekommt auch nur langsam aber immer sicherer ihre volle Gestalt, um Inhalte weiterzugeben und den Sinn, den die Sprache für die Menschen sit Anbeginn hat, nun endlich vollständig zu erfüllen. Bei manchen ist sie kurz und simpel, bei anderen komplex und bis ins kleinste sprachliche Detail verfeinert.
Manchmal, wenn ich mich selber bewusst beim sprechen zuhöre, merke ich einen Fehler. Einen großen Fehler, den ich so sehr an mir verachte. Ich kann es nicht. Ich schaff es nicht Gedanken in Worte umzuwandeln, bin nervös und vergesse sofort jeglichen erweiterten Wortschatz, selbst wenn ich mir schon Worte zurecht gelegt habe. Ich verspreche mich, vergreif mich im Ton und ab und an stotter ich ein wenig. Und wenn ich mir dem allen bewusst werde, wird es noch schlimmer.

Ach verdammt, wenn ich so darüber nachdenke, würd ich mir am liebsten die Stimmbänder rausreissen und wie Stephen Hawking über einen Sprachcomputer mit meinen Mitmenschen kommunizieren oder auf letzteres komplett verzichten.

24.1.10 21:31


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Viel wird in der nächsten Zeit passieren. Ich hab ziemliche Angst vor der nächsten Woche aber wenn alles gut läuft, kann ich Dienstag aufatmen und habe meinen Führerschein, wenn nicht, dann geht das ganze Spiel weiter.

Andererseits freu ich mich auch, Julian kommt und irgendwie vermiss ich ihn zuzeit noch schrecklicher, was wohl daran liegt das zwischen jedem Sehen 12 Tage liegen und Telefonieren körperliche Nähe nicht wirklich ersetzen kann. Leider schaff ich es nicht ihm genau das zu zeigen und jeder Versuch wirkt so lächerlich, das ich ihm nichtmal verübeln kann wenn er mit wenig Ernsthaftigkeit reagiert.
Warum muss ich um jede Selbstverständlichkeit nur so sehr kämpfen?

22.1.10 23:58


Und doch kämpfen wir Beide noch bis zum Schluss.

Seit fast einem Jahr sind wir ein Paar, wie oft habe ich dir die drei Worte gesagt, wie leicht ist es mir mit der Zeit gefallen. Zu leicht?
Wie sind zwei Menschen, zwei Menschen mit so unterschiedlichen Wesen, das man sich manchmal fragen könnte, was uns verbindet und ja, manchmal stelle ich mir die selbe Frage. Gegensätze ziehen sich an aber in den seltensten Fällen halten sie zusammen. Unsere Gemeinsamkeiten sind auf ein Minimum geschrumpft, seit dem Zeitpunkt an dem wir aufhören konnten umeinander zu werben, wir sind eins geworden, Routine.
Du stehst mit beiden Beinen fest auf dem Boden, mit der Realität fest verbunden - Ich bin der Träumer der sich gerne in seine Welt zurückzieht um gerade dieser Realität zu entfliehen.
Du kannst keine Geduld mit mir haben, wenn ich in meinem Gefühlschaos versinke - Ich kann meinen Mund nicht halten, wenn es in dir kocht.
Du lebst nach Außen - Ich nach Innen.
Du bist Außen hart und Innen weich - Ich das Gegenteil.
Manchmal habe ich Angst vor dir.
Und manchmal zweifle ich an uns.

 Aber verdammt Ich liebe dich.

29.10.09 21:33


Ich hasse es wie ich mich verändert habe. In mich ist die wirklich, reale Kälte gegenüber meiner Umwelt gekrochen, die ich nie vermisst hatte. Ich bin so lustlos gegenüber allem geworden, das ich mich frage wie ich mich morgens eigentlich noch aus dem Bett bewege oder es noch schaffe mich zum atmen zu motivieren. Nichts schafft es mir wirklich Freude zu bereiten oder mich sprichtwörtlich zu "erfüllen", ich vegetiere so vor mich hin und drücke mich vor jeder Entscheidung die es zu fällen gilt, sei sie noch so klein und unbedeutend. Manche Menschen würden das auch "faul" nennen. Nur seltsam das diese Faulheit erst seit kurzem in mir ruht, das erkenn ich schon daran das ich es noch nichtmal mehr schaffe den Leuten so beizustehen, wie ich es früher getan habe - wann auch immer "früher" war. Die kleine Welt sie sich langsam um mich zu entwickeln scheint, beansprucht mich für sich und ich bin zu machtlos, obwohl ich mir selbst nicht sicher bin ob das alles positiv oder negativ sein soll. Ich bin verwirrt, einfach nur verwirrt von dem ganzen Lichtern, die aufblinken, strahlen und erlöschen. Mich umschwirren, mich verbrennen, mich blenden, Tag ein Tag aus, immer wieder, ohne Gnade. Es ist zuviel, die Beschleunigung von 0 auf 100 ging zu schnell, zu plötzlich und egal wie sehr ich mich bemühe, ich schaffe es nicht so hinterher zu kommen, ohne etwas auf der Strecke zu lassen.
29.7.09 00:11


Es wird langsam Zeit, dass ich lerne meinen Stolz zu schlucken - anders wird es nicht funktionieren. Warum man das aber immer auf die Art begreifen muss und nicht einfach so, weil es einem selbst auffällt? Die direkte Konfrontation ist wohl doch mächtiger als die Vernunft.
25.2.09 21:56


Jeden Tag der selbe Ablauf. Früh aufstehen, ewig trödeln, es irgendwie in die Schule schaffen, sich irgendwie vollkommen unmotiviert durchkämpfen, nach Hause kommen, die nötigsten Pflichten erledigen, dasitzen und auf den einzigen Menschen warten, der einen an diesem Tag ein positives Gefühl schenken kann. Unter der Woche gleicht das Leben einem Komposthaufen - man vegetiert nur so vor sich hin, weiß um die nahende Zukunft bescheid, doch schafft es sich nichtmal ansatzweise aufzuraffen und irgendwas zu tun, das dieses Beklemmende lindert. Man hat das Bedürfnis sich auf den Boden zu legen und zu warten, auf die eigene Veränderung, den Tod oder irgendwas anderes, welches das jetzige ersetzt. Zum Glück gibt es Freitage. Sie versinken si im positiven Stress das die Gedanken garkeine Chance haben Zukunftsängste zu produzieren. Die 3 1/2 Stunden Zugfahrt werden mit Vorfreude auf das ersenhte Wochenende, Musik und "Adler und Engel" von Juli Zeh verbracht. Bis Montag, an dem der Teufelskreis aufs neue seinen Lauf nimmt.
Da könnte doch wenigstens das Wetter etwas zum allgemeinen Wohlbefinden beitragen.
17.2.09 14:48


Selbst die Vorsicht selbst gibt sich der Person hin, die sie in ihrer Schwäche in Sicherheit wiegt.
Mit der Zeit lernt man eben, wie wenig man weiß. Es werden noch etliche folgen.
31.10.08 02:32


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